Mäuseklippen 2016

20160612_105724Sonntagmorgen, 9.00 Uhr. So langsam werde ich wach. Die Waden schmerzen. Ich fühle mich alt. Freund Volker fühlt sich genauso! 😉 Egal aufstehen, duschen und frühstücken. Um 11.00 Uhr wollen wir heute noch mit ca. 20 anderen zu den Mäuseklippen. Lust? Kein Stück, aber bei vier  Stunden Anfahrt nehmen wir alles mit. Nur der Wetterbericht bereitet uns Sorgen. Regen, genauer gesagt, Gewitter ist angesagt. 🙁

Um 10.00 Uhr sitzen wir mit den Hamburgern vor dem Hotel und führen noch ein paar lustige Bezingespräche. Dann ist auch endlich der Letzte fertig und wir fahren gemeinsam zum Parkplatz. Ein paar Minuten später kommen auch alle anderen an.

20160612_110428Noch ist es trocken und wir starten in Richtung Mäuseklippen. Es ist nicht weit, der Weg schön, steinig aber auch teilweise noch recht  morastig. Heute haben einige die „besseren“ Fahrzeuge dabei, da der Weg nicht halb so „gefährlich“ für unsere Modelle ist, wie die gestrige Brocken-Tour.

Nach ca. 45 Minuten kommen wir bei den Mäuseklippen an und jeder sucht sich seinen Weg durch die Felsen. Hier und da lauern dazwischen gewaltige Löcher. Wenn ein Modell da rein fällt ist es weg! Ich glaube nicht, dass man eine Chance hätte, es da wieder raus zu bekommen. Ein paar Fotos sind geschossen, da fängt es an zu tröpfeln. Rein in die Regenjacke. Ein prüfender Blick zum Himmel und es ist klar, man sollte den sofortigen Rückzug antreten. Der Gedanke ist noch nicht zu Ende gedacht, da schüttet es auch schon wie aus Eimern und innerhalb von nur fünf Minuten wird aus dem Weg ein Bach!20160612_112807

Trotz aller Eile zurück zum Auto zu kommen, muss man höllisch aufpassen, denn der Boden wird immer rutschiger und die Klamotten immer nasser. Meine Brille beschlägt auch schon und ich kann fast nichts mehr sehen. Aber der Parkplatz ist schon in Sicht und bis dahin muss es einfach so gehen. Kofferraumklappe auf und alles rein. Die nassen Jacken auch  und ab ins trockene  Auto, dass natürlich sofort beschlägt.

20160612_113323Ein paar Minuten im Stand mit angeworfener Klimaanlage helfen da aber schnell weiter. Und so können wir unsere Heimreise nach kurzer Wartezeit antreten. Ein paar Kilometer und etliche  Kurven weiter strahlt die Sonne vom Himmel und die Straßen sind trocken! Wir kommen gut voran. Nur kurz vorm Abzweig zur A44 gibt es einen Stau der uns mindestens eine Stunde kosten würde. So fahren wir ab Schw. Gmünd  über die Bundesstraßen gemütlich Richtung 20160612_115827Heimat. Irgendwann geht es auch wieder zurück auf die BAB und wir kommen ohne Stau bis fast nach Hause. Auf der A46 erwischt es uns dann doch noch einmal ganz kurz. Baustelle und einspurig kostet uns eine halbe Stunde auch wenn die Tante von Google-Maps immer wieder behauptet, die Wartezeit wäre nur 10 Minuten. Egal, so sind wir halt etwas später wohlbehalten zu Hause.

Fazit: Auch der Sonntag war Klasse, nur zu kurz.

Wir kommen auf jeden Fall wieder.

Wolfgang und Volker

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Brocken-Tour 2016

IMG_20150516_141939Wir hatten im Rockcrawler-Forum von der  Brocken-Tour erfahren und waren 2015 zum ersten Mal dabei. Das hatte uns so gut gefallen, dass wir auch 2016 wieder dabei sein mussten!

20160611_091506Freitag, 10. Juni 2016 um 15.05 Uhr Treffen bei Volker. Im Kombi müssen 4 Crawler, Ersatzteile, Ladegeräte, Funken, Getränke und ein paar Sachen zum Anziehen verstaut werden. Etwas später starten wir gut gelaunt richtig Harz. Ja, Ihr habt richtig gelesen, an einem Freitag Nachmittag zur Feierabendzeit! Und wir hatten dabei noch richtig Glück, bis auf den etwas zähen Start auf der A46 und später nochmals auf der A44 ging es erstaunlich gut. Ankunft in Schierke „Hotel Waldmühle“ kurz vor 20.00 Uhr. Macht eine Fahrzeit von etwas mehr als 4 Stunden!
20160611_090927Der Anfang unserer Tour wird durch einen grübelnden Volker bestimmt: „Was habe ich nur vergessen???“ Aber er kommt einfach nicht drauf! Also kann es auch nicht so wichtig sein. Natürlich habe ich fürsorglich wie ich nun mal bin die wichtigen Dinge abgefragt: Funke, Auto, Kamera, Akkus, Schlüpper, Socken etc.! Wie sich später herausstellte hatte er seine Pillen vergessen! Keine Sorge, nur einfache Blutdruckpillchen.
So unterhalten wir uns über Gott und die Welt und die Crawler im Speziellen. Irgendwann fragt mich Volker: „Weißt du was ich gestern Abend noch gemacht habe?“ Nö, woher sollte ich das auch wissen. „Ich habe noch die Tops von den Barbies gewaschen, waren doch schon sehr angeschmuddelt.“ Ich kann mich kaum noch halten vor Lachen, so ist unser Volker, stets gut vorbereitet. 😉20160611_094846
Wir frotzeln uns noch gegenseitig eine ganze Weile und beobachten einen Kurierfahrer der die Fahrspuren wie ein Wilder wechselt um ja schnell zu sein. Aber irgendwie klappt das nicht. Wir sehen ihn immer wieder, obwohl wir gemütlich und konstant „mitschwimmen“. Lohnt sich nicht hektisch rumzuwechseln bei dem Verkehr. Und wir sind uns einig: Autobahnfahren ist langweilig! Mit dem Cabrio über Bundes- und Landstraßen fahren, je kurviger je besser. Vielleicht verbinden wir ja nächstes Jahr die Anfahrt zur Brocken-Tour mit etwas Spaß und fahren mit unseren MX5ern zum Brocken. 😉
20160611_095124Göttingen-Nord! Endlich runter von der BAB und über die B27 Richtung Elend. Je weiter wir in den Harz vordringen, umso schlechter werden unsere Verbindungen von den Handys und zu unserer Verwunderung hat auch das Navi Probleme sein GPS Signal zu bekommen. Zum Glück habe ich die Offlinekarten aufs Handy gezogen und so funktioniert Google Maps wenigstens! Unterwegs schnell noch einmal im Hotel anrufen und den Koch bitten ein paar Minuten länger zu machen, damit wir noch etwas spachteln können. Plötzlich hat Volker ein Knacken im Ohr. Dieses Phänomen stellt sich als geeichter Höhenmesser in seinem Ohr da. Alle 100 Höhenmeter knackt es bei ihm. 🙂20160611_110219
Endlich kommt unser Hotel in Sicht und auf der Terasse sitzen schon die Jungs und Mädels von den Hamburger Gebirgsjägern. Wir melden uns schnell an. Die nette Kellnerin drückt uns auch gleich die Speisekarte in die Hand und wir bestellen direkt zweimal Schnitzel mit Bratkartoffeln und dazu zwei große Weizen. Schnell die Koffer im Zimmer abstellen und als wir runterkommen steht unser Essen 2 Minuten später auf dem Tisch. Lecker, können wir nur empfehlen. Salat ist auch mit dabei. Garniert mit frischen Blüten, die Volker aber verschmät. Mir haben sie geschmeckt.20160611_130333
Während wir noch unser Schnitzel verdrücken kommt einer der Hamburger Jungs rüber und lädt uns an deren Tisch ein. Es wird gefachsimpelt, viel gelacht und getrunken. Meist allerdinsg alkoholfrei. Alle wollen fit für den Samstag sein, denn Frühstück ist für 7.00 Uhr angesagt, damit wir rechtzeitg auf dem Parkplatz sind. Also heißt es Wecker stellen 6.30 Uhr! Was man nicht alles macht für sein Hobby. 😉
Morgens um 6.30 Uhr im Harz ist nicht meine Zeit und Volkers auch nicht. So schleichen wir zum Frühstück, tanken Kaffee, bis die Augen endlich sich etwas weiter öffnen und wir ein paar Brötchen verdrücken. 20160611_131552Dann noch die Ausrüstung checken und Abfahrt zum Parkplatz. Als wir dort ankommen ist der noch fast leer! Man wir hätten doch länger schlafen können!
Das ändert sich allerdings recht schnell und jeder Ankommende Teilnehmer wir natürlich begrüßt. Die unterschiedlichsten Modelle werden inspiziert. Und um 9.30 heißt es dann endlich: LOS!
So stapfen ca. 57 Teilnehmer los. Natürlich sind auch diesmal wieder einige (Ehe-)Frauen und Kinder dabei. Wir zwei haben uns diesmal vorgenommen ganz gemütlich hoch zu fahren und viel zu filmen.

So geht es erstmal ein Stück auf der Straße Richtung Ranger-Station, um dann hinter der Brücke den Aufstieg zu beginnen. Der erste Teil ist recht holprig. Lauter kleine, aber scharfkantige Steine die die Autos rumhüpfen lassen wie junge Ziegen, die im Frühling zum ersten Mal auf die Weide dürfen.
20160611_112419Schnell zieht sich das Feld weit auseinander. Einige rennen förmlich los, andere stehen noch da und quatschen. Wir sind irgendwo im Mittelfeld und haben einige Kollegen aus dem Vorjahr getroffen und natürlich auch wieder gequatscht. 😉 Erste Stopps für Filmaufnahmen und immer wieder hören wir: „…guck mal die Barbies! Kann ich mal ein Foto machen?“ Na klar, wir sind uns sicher, hätte Volker jedesmal einen Euro bekommen, hätte er damit diesen Ausflug finanzieren können! 😉20160611_133048
So geht es immer weiter und das Gelände ändert sich immer wieder. Mal kleine Felsen, mal Wurzeln bis zum Abwincken, mal Steine so groß, das man drum rum laufen muß. Aber Volker und die Barbies suchen nie den leichten Weg. Es hört sich teileweise schlimm an, aber seltsamerweise sieht man kaum Schäden. Dann kommt ein Fels ca. 1,80 hoch und Volker muß natürlich hoch und es klappt. Mein Dodge hinterher, aber genau am Scheitelpunkt stellt er sich auf und schlägt rückwärts wieder runter 20160611_105151zwischen die Felsen am Boden. Das Dach ist platt! Einige Anbauteile verabschieden sich, aber das Chassis und der Antrieb sind intakt und so geht es auch gleich wieder weiter. Anscheinend hatte sich aber der Motor beim Sturz etwas gelockert oder verschoben, denn eine Weile später kommen seltsame Geräusche aus dem Getriebe. Das kenne ich! Damit hatte ich im Vorjahr schon Probleme gehabt. Diesmal bin ich aber besser vorbereitet und habe das 20160611_131557Ersatzzahnrad/Getriebe schnell zur Hand und kann die Einheit schnell tauschen und weiterfahren. Da ich die Dodge-Karo aus relativ weichen Baumarkt PS-Platten gebaut habe, hinterläßt jede Felsberührung ihre Spuren. Hier und da brechen auch kleine Teile raus. Fazit: nächstes Jahr trete ich auch wieder mit Lexan an!
Plötzlich vermisse ich Freund Volker. Suchend schaue ich mich um und sehe ihn plötzlich mit der Barbi unterm Arm zu mir kommen. Dampferaufnahme abgebrochen! Mist, die liegen zu Hause. Volker will Ersatzlöcher in das Restplastik mit einem 1,5er Inbus bohren und sticht sich durch den Daumen! Autsch! Das tat weh. Zum Glück habe ich Pflaster bei. Anschließend wird das Plastikteil mittels Rohrzange fixiert und die Löcher werden ohne weitere Wunden gebohrt. Noch schnell ein paar längere Schneidschrauben zusammengesucht und es kann weitergehen. 50 Meter weiter ist allerdings wieder Stopp! Die Teile haben sich 20160611_110412nochmal gelöst. Jetzt werden sie zusätzlich im oberen Bereich mittels Kabelbinder fixiert und es geht weiter. Dann heißt es nochmal Stopp, da sich eine Kappe vom Stoßdämpfer verabschiedet hat. Zum Glück habe ich zwei komplette Ersatz-Dämpfer dabei. So ist dieser Schaden auch recht schnell behoben. Obwohl die Strecke immer anspruchsvoller wird haben wir den Teil den einige auch als den unfahrbaren (teuflichen) Teil bezeichnen überstanden. Allerdings musste auch bei uns der20160611_151533 Fuß bzw. die Hand des Fahrers hier und da hilfreich zur Seite stehen. Und so stehen wir dann oben an der Versorgungsstraße die von der Brockenbahn gekreuzt wird und eine Zug rauscht heran. Wir gehen noch ein Stück weiter bis zur Hütte und machen kurz Rast. Viele Fahrer sparen sich diesmal die letzten 2,5 km Asphaltstrecke zum 20160611_151651Gipfel. Aber Volker und ich sind uns einig, wir wollen auch diesmal das „Beweis-Foto“ machen. Aber dieses letzte Stück ist Schei.. und zieht sich und ist steil und irgendwann auch endlich überstandnen. Kommt mir diesmal doppelt so lang vor wie letztes Jahr. 😉

Viele die jetzt zurück gehen, wählen den leichten Weg über die alte Bobbahn. Wir schauen kurz auf die Uhr und entscheiden uns dann den gleich Weg zurück zu gehen denn wir gekommen sind, obwohl wir wissen, das es runter noch schwieriger ist. Leider fängt es auch in diesem Jahr wieder leicht so regnen an und wir müssen höllisch 20160611_165919aufpassen, dass wir nicht stürzen bei diesen rutschigem Untergrund. Aber der Rückweg wird schadlos überstanden, wenn wir mal davon absehen, dass uns beiden die Knochen weh tun. So kommen wir glücklich am Auto an und füllen erstmal unsere Batterien mit etwas Apfelschorle auf. Zum Hotel sind es nur 10 Minuten und dort geht es unter die heiße Dusche.

Am Abend treffen sich viele der T20160611_185500eilnehmer hier im Hotel um am gemeinsamen Grillabend teil zunehmen. Frisch geduscht treffen wir dann die Hamburger und einige andere Teilnehmer auf der Terasse des Hotels an, wo der Chef schon fleissig Kotteletts, Frikadellen und Würstchen grillt. Drinnen ist bereits eingedeckt und zig Salate aufgetischt. Die meisten haben ihre Modelle mitgebracht, damit man sie nochmals in Ruhe bewundern kann. Ollie holt seinen Abschlepper und hängt meinen arg ramponierten Dodge an den Hacken. Es sieht übrigens schlimmer aus, als es ist. 20160611_200419Der ist brav bis zum Parkplatz gefahren und beim hochheben und einladen ist dann die Schraueb vom Dampfer rausgefallen, so dass die Vorderachse so schief drinhängt. 😉 Das gab natürlich ein lautes hallo viel gekinipse und das ein oder andere Filmchen ist auch direkt entstanden. Ich darf verraten es hat mir trotzdem alles sehr lecker geschmeckt und wir hoffen, dass das auch im nächsten Jahr so beibehalten wird. Denn ein ist uns schon jetzt klar: wir kommen wieder, keine Frage!

Aber erst einmal kommt morgen, am Sonntag, noch der kleine Brocken-Run zu den Mäuseklippen.
Der Bericht folgt etwas später.

Euer
Wolfgang und Volker

Video: Brocken-Tour 2016

Video: Der Dodge wird abgeschleppt

Video: Alle Fahrzeuge am Grillabend

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